Geraderichten

 

Um das Pferd bis ins hohe Alter als Reitpferd gesund zu halten, ist es wichtig, dass wir es vorbereiten, um uns tragen zu können. Dies geschieht durch gymnastizierende Übungen, die das Pferd in Körper und Gliedmaßen gleichmäßig entwickeln. Einseitige Belastungen werden aufegehoben und die Tragkraft der Hinterbeine vergrößert, um die fragilen Vorderbeine zu entlasten. Geraderichten hat also nichts mit geradeaus zu tun.

 

Das Pferd ist demnach nicht für die Dressur, sondern die Dressur ist für das Pferd. Gesundes Leben statt schön gerittene Aufgaben.

 

Darum ist es wichtig, dass sich jeder Reiter verpflichtet fühlt, der persönliche Fitnesstrainer für sein Pferd zu sein.

Der geraderichtenden Arbeit geht das sog. Horsemanship voraus. Sie gibt das Gerüst, um lernen zu können: Kommunikation ohne Missverständnisse, Respekt und Vertrauen.

Der Trainingsplan wird abwechslungsreich gestaltet durch: Bodenarbeit, Longieren, Arbeit an der Hand und Reiten

Um in den „Fitnessplan“ einzusteigen, sind die 6 Punkte in der geraderichtenden Arbeit von Wichtigkeit.

 

1. Längsbiegung

2. Vorwärts – Abwärts

3. Untertreten inneres Hinterbein

4. Biegsam machen inneres Hinterbein

5. Biegsam machen äußeres Hinterbein

6. Biegsam machen von beiden Hinterbeinen zugleich

 

Diese Übungen werden im Schritt angelernt. Danach werden sie in Trab und dann auch in Galopp ausgeführt.